Die Zwanzig Minuten Kreativ-Formel

Die Zwanzig Minuten Kreativ-Formel

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und langsam machen sich viele Menschen Gedanken darüber, was sie sich für das nächste Jahr vornehmen möchten.

Gerade wenn du dich kreativ mit Musik beschäftigst, hast du vielleicht den Wunsch, in Zukunft endlich konsequenter an deinen Fähigkeiten zu arbeiten.

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass man ohne einem konkreten Plan meist nicht wirklich weiter kommt. Oft nimmt man sich auch einfach zu viel vor und blockiert sich am Ende dadurch mehr, als man sich motiviert. 

Über die Jahre habe ich ein effektives Übungssystem entwickelt, welches mir dabei hilft , mich in  verschiedenen Bereichen stetig weiterzuentwickeln, ohne dass ich mich dabei verzettle oder überfordere.

Alle, die schon mal ein Instrument erlernt haben, wissen, dass man am besten und schnellsten Fortschritte macht, wenn man kontinuierlich dran bleibt. Einmal die Woche stundenlang üben ist bei weitem nicht so effektiv, wie täglich einen kurzen Zeitraum konzentriert seinem Instrument zu widmen.

Damit ich mich in vielen Bereichen stetig verbessere, habe ich eine eigene „Kreativ-Formel“ entwickelt, welche kinderleicht in der Umsetzung ist. 

Im nächsten Schritt möchte ich dir diese gerne etwas genauer erklären. 

Zunächst hat sich für mich bewährt, die einzelnen Themen – in meinem Fall Gitarre üben, Gesangsübungen machen, Songwriting und Gehörbildung – in einzelne Übungsbereiche aufzuteilen. 

Wenn ich mir vornehme, zwei Stunden am Instrument zu üben, kann mich das an stressigen Tagen unter Umständen gleich demotivieren und ich lasse es ganz sein. Zu wenig Zeit, zu viele andere Dinge auf der Todo-Liste. Also widme ich jedem Übungsbereich nur einen überschaubaren Zeitraum von zwanzig Minuten.

Einen Zeitraum von zwanzig Minuten kann eigentlich jeder gut in seinen Alltag einplanen, ohne sich dabei zu überfordern. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man sich über eine Dauer von zwanzig Minuten sehr gut konzentrieren kann. 

Ich teile also jedem Bereich zwanzig Minuten Übungszeit zu. In meinem Fall wären das vier mal zwanzig Minuten. Wichtig ist dabei, dass ich nach zwei Einheiten eine Pause von mindestens zehn Minuten mache. Um dir das zu verdeutlichen, hier ein möglicher Übungsplan:

  • Gitarre 20 Minuten
  • Gesangsübungen 20 Minuten
  • Pause
  • Songwriting 20 Minuten
  • Gehörbildung 20 Minuten

An manchen Tagen schafft man natürlich nicht alle Übungseinheiten sondern vielleicht nur zwei oder drei. Ich habe mit der Zeit daran gearbeitet, meinen Perfektionismus über Bord zu werfen und froh darüber zu sein, dass ich überhaupt etwas geschafft habe. Morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag und vielleicht geht dann mehr. 

Entscheidend ist für mich das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben. Dies stellt sich mit meinem Übungsplan nach der „Kreativ-Formel“ auf jeden Fall ein, egal wie lange ich insgesamt geübt habe. 

Außerdem habe ich festgestellt, dass, wenn ich über einen längeren Zeitraum dieses Übungssystem anwende, eine gewisse Routine entsteht. Ich muss dann gar nicht mehr darüber nachdenken, was ich üben möchte. Auch den inneren Schweinehund nehme ich sofort an die Leine und lasse mich nicht ablenken. 

Wie schaffst du es, dir eine eigene Übungsroutine aufzubauen?

Ganz einfach! Leg sofort damit los, ohne viel darüber nachzudenken.

Falls du gerne Listen führst oder deine Gewohnheiten trackst, habe ich für dich anbei einen Übungsplan zum Ausfüllen.

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